Jahresbericht des Jugendobmanns Revier Tegel

Vor einem Jahr habe ich die Aufgabe als Jugendobmann im Revier Tegel angenommen, da ich sorgenvoll in die Zukunft unserer Vereine blicke und mir die Frage stelle wie und von wem unsere Vereine geführt und geprägt werden, wenn ich alt bin. Von welchen Werten wird dann unser Vereinsleben getragen? Welche Bedeutung wird dann der Segelsport in den Vereinen haben? – Segeln und Sport!?
Unser Sport hat eine außergewöhnliche und umso wertvollere Besonderheit im Vergleich zu den meisten anderen Sportarten – wir können ihn bis ins hohe Alter, geschlechter- und generationsübergreifend ausüben. Wenn wir also in unseren Vereinen eine gute Jugendarbeit machen und es uns gelingt, dass unsere Jugend bleibt, werden wir lange unserer Leidenschaft – dem Segeln – folgen können.

Somit war mein Ziel definiert: „Jugend, die bleibt!“

Mit viel Mühe habe ich immer wieder den Kontakt zu den Vereinen, zu den Jugendverantwortlichen gesucht. Die Kommunikation ist sehr schwierig. Es stellen nicht alle Vereine sicher, dass es eindeutige E-Mail-Adressen gibt. Und wenn es offizielle E-Mail-Adressen gibt, stellen die Vorstände und Jugendverantwortlichen nicht sicher, dass sie darüber erreichbar sind. Auch der Weg über die Vorstände gestaltet sich schwierig, wenn Vorstände ihre Nachrichten nur alle Wochen mal lesen, oder wesentliche Informationen verspätet weiterleiten. Eine schnelle Kommunikation hat in der heutigen Zeit die höchste Bedeutung.
Dennoch zeigt sich eine überaus positive Entwicklung im Austausch untereinander.

Inzwischen nehmen an den Reviersitzungen der Jugend die Vereine SCS, HSC, JSC, TSV, WGSO, VSS, FSJ, YCT und teilweise SCN, TSC und neu: WSV 29 teil.

In der Segelsaison 2025 haben wir folgende Regatta-Aktivitäten:

Vereine Anzahl Regatten Anzahl Kinder
SCS 30 7
HSC 34 5
JSC 15 3
WGSO 3 1
Nordstern 4 2
86 18

Mit ersten respektablen Ergebnissen: Opti B-Rangliste (138 Kinder in der Rangliste)

Name Verein Platz Jahrgang
Felix Hälke JSC 18 2012
Marlene Hutschenreuther HSC 23 2014
Adam Ahmed SCS 31 2013

Drei Kids aus der Trainingsgruppe haben die Punkte zur Qualifikation für Opti A.

Wir haben in der Saison drei Trainingslager durchgeführt: vor Ostern für Piraten, in den Osterferien für die Opti Trainingsgruppe und zu Beginn der Sommerferien ein Trainingslager für Opti- und Umsteiger. Hinzu kommt noch das Opti-Trainingslager des WGSO.

Insgesamt hatten wir 79 Trainingstage und 11 Regatten. Wir kommen damit auf rund 100 Tage, an denen Kinder aus unseren Vereinen im Rahmen der vereinsübergreifenden Aktivitäten des Revier Tegel betreut wurden.

In der Zeit nach dem Aufslippen und vor dem Abslippen sind wir mit der Trainingsgruppe jeden Samstag für Koordinations-, Konditions- und Krafttraining und Theorieeinheiten in der Sporthalle.

Neben den Trainingsaktivitäten finden vereinsübergreifende Aktivitäten im HSC, SCS und JSC statt. An diesen Geselligkeiten nehmen nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern teil.
Ein besonderer Dank gilt hier dem herausragenden Engagement von Antje Förster und Dirk Jürgen (HSC), sowie auch Jannik Edinger (SCS). Auch ein Dank an Roland Hauptmann (JSC) für die Unterstützung des Trainings.

Unser Auftreten und das Engagement wird in anderen Revieren und vom BSV gesehen. Daher wurde die Trainingsgruppe gebeten, sich auf der „Boot & Fun 2025“ auf dem Stand des BSV zu präsentieren.

Für das Jahr 2026 beinhaltet die Planung aktuell 13-16 Opti-Regatten, jeweils zweimal wöchentliches Training, 1 Trainingslager über Ostern (ausgerichtet durch die Segel-Gemeinschaft Masterminds Oberhavel e.V. www.sg-masterminds.de ), ein Sommer-Trainingslager gemeinsam mit dem SpYC, sowie das Wintertraining mit Hallensport und Theorie.

In meinem Konzept zur Jugendarbeit im Revier Tegel habe ich Punkte genannt, die von besonderer Bedeutung sind:
Auf sehr gutem Weg:

• Vereinsübergreifende Jugendarbeit
• Kontinuität in der Ausbildung junger Sportler*innen
• Identifikation mit dem Segelsport
• Unterstützung der Vereine in der Jugendarbeit
• Steigerung der seglerischen Leistung – im gesamten Leistungsspektrum – im Revier

Nächste Schritte:

• Langzeitplanung vom „Schnuppersegeln“ bis zur Vereinsarbeit (Trainer, Jugendwart, Vorstand)
• Initiierung eines Entwicklungspfades (Opti bis Bundesliga/Fahrtensegeln)

Höchste Priorität:

• Entwicklung von qualifizierten Trainer*innen im Revier (Schulungsangebot: www.sg-masterminds.de)

Ich bewerte die Entwicklung der vereinsübergreifenden Jugendarbeit im Revier Tegel im ersten Jahr überaus erfolgreich. Für die Fortsetzung dieses Weges ist eine Verbesserung der Kommunikation wichtig – Teilnahme an Sitzungen, schnellerer Informationsaustausch, eindeutige Entscheidungen. Ich wünsche mir dies unter den Jugendverantwortlichen und auch zwischen den Vorständen und der Jugendabteilung – WIR sind füreinander da!

Jugendobmann im Revier Tegel
Lars-Oliver Melzer



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