Segel-Club Spandau e.V. | Geschichte
Der Berliner Segelclub für Jung und Alt. Wir födern den Regattasport und das Fahrtensegeln. Segelinteressierten Kindern, auch denen, die es noch werden wollen, bieten wir eine Ausbildung.
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Segel-Club Spandau e.V.

Die Mitglieder des Segel-Club Spandau e.V. fördern den Segelsport in den drei grossen Bereichen: der Jugendarbeit/Ausbildung, dem Regattasport und dem Fahrtensegeln.

1920

Clubgründung

Der Wassersport ist Hauptanliegen des Clubs. Deswegen sind Regatten und Wanderfahrten selbstverständlich und werden hier nicht im Einzelnen aufgeführt. Es kann heute nicht mehr ermittelt werden, seit wann beim Clubhaus Oberhavel (städtisches Bootshaus, das an Max Fisch verpachtet war, auf dem Gelände des späteren Freibades an der Schäferstraße) Wassersportler die Liegeplätze ihrer Boote hatten.
Unter diesen Wassersportlern keimte in den Jahren nach dem ersten Weltkrieg die Idee zur Gründung eines Wassersportclubs. So entstand im Juli 1920 der Wassersportverein Nordstern, als dessen Gründungsdatum der 1. August 1920 festgesetzt wurde. Aber die Politik hatte damals die Bevölkerung stark polarisiert, das kam auch zum Ausdruck durch die Existenz dreier Wassersportverbände mit unterschiedlichen politischen Zielsetzungen. Als Nordstern sich dem Freien Seglerverband anschloss, erwogen sechzehn Segler, die z.T. schon Mitglied von Nordstern gewesen waren, einen anderen Verein zu gründen, der sich eher mit den Zielen des Deutschen Seglerbundes verbunden fühlte.
Noch im Jahre 1922 wurden die Statuten angenommen, acht Veranstaltungen durchgeführt und Ende des Jahres hatte der Verein bereits 30 Mitglieder. So existierten auf dem einem Gelände nun zwei Segelclubs und der AV Plötze. Am 27.06.1923 wurde der Segelclub Spandau e.V. in den Deutschen Segler Bund aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt gab es 69 Vereine im DSB.

1925

Gründung der Jugendabteilung

Am 06. Mai 1925 wurde die Jugendabteilung gegründet und ein Damenraum in Betrieb genommen. Außerdem fand im Sommer 1925 die größte Regatta auf dem Tegeler See mit 319 Meldungen statt.
Im März 1926 wurde eine Baukommission gewählt, die ein neues Clubhaus und einen neuen Steg planen soll, weil ein neuer Pächter des städt. Bootshauses die Gebühren verdoppeln will. Projekte am Nordhafen, auf der Liebesinsel und auf Valentinswerder wurden untersucht und erwogen. Der Vorschlag, auf die Rustwiesen zu ziehen, wurde zunächst verworfen, denn die Rustwiesen waren ein Ödland, ein vormaliger Sumpf, der durch den Aushub für den Kanal Plötzensee-Tegel aufgeschüttet worden war. Diese Ödnis war ohne Weg und Steg und ohne jeden Bewuchs. Rings herum war Sumpf. Schließlich entschied sich aber doch eine Mehrheit dafür, dieses Grundstück zu pachten. 15 Mitglieder, denen das Risiko untragbar schien, traten daraufhin aus. Noch im Winter 25/26 wurde auf dem Grundstück eine Bretterbude errichtet. Ganz so falsch hatten die Ausgetretenen nicht gelegen. Die Arbeit war gewaltig. Selbst sechsspännig konnte ein Fuhrwerk die Sandwüste nicht durchdringen und so mussten schließlich alle Baumaterialien für Haus und Steg vom Schützenhof zum Clubgrundstück getragen werden.

1926

Einweihung des Clubhauses

Einweihung des Clubhauses, einer gebrauchten Baracke auf gepachtetem Grundstück in den Rustwiesen mit großem Fest.
Im Oktober 1927 wurde der Bau eines Bootsschuppen beschlossen und dafür bis auf weiteres jeden Sonntag Arbeitsdienst und eine monatliche Umlage von 3 Mark festgesetzt. Im Dezember des gleichen Jahres wurde der Schuppen mit 1420 Mark abgerechnet. Außerdem erklärte der Spandauer Schwimmclub sich bereit den SCS-Jungmannen Schwimmunterricht zu erteilen. 1929 entbrannte im Juli ein Streit mit Spandau über die Nutzung des Uferstreifens. In dessen Verlauf auch ein Bootsliegegeld in Höhe von 10 Pfennig pro Quadratmeter eingeführt wurde 1930 wurde nachdem der Vorsitzende Felix Richter die Anwesenheit der Damen beim Ansegeln gerügt hat, im Oktober nach längerer Diskussion beschlossen, dass die Damen am Absegeln teilnehmen dürfen.
1931 halten dann auch Jungseglerinnen die Möglichkeit im Verein aufgenommen zu werden, allerdings mit der Einschränkung, dass nur Bewerberinnen von Mitgliedern aufgenommen werden. Auch in diesem Jahr wird die Teilnahme der Damen am Absegeln diskutiert. Da aber eine größere Anzahl an Booten ohne die Mitwirkung der Damen als Vorschoter nicht hätte teilnehmen können, erfolgte auch hier eine Zustimmung. Außerdem wurde der Schuppen um sechs Meter verlängert.
In den folgenden Jahren hält die Politik Einzug ins Vereinsleben. Es gibt Vorschriften für die Flaggenführung erst Flagge des DSB an der Gaffel, beide Reichsflaggen an den Wanten bis schließlich die Flaggen der Verbände verboten werden und nur noch die Nationale und die Hakenkreuzflagge Vorschrift sind. Außerdem wird angekündigt den Vereinen die Jugendarbeit zu entziehen und vom Reichssportführer wird eine Einheitssatzung herausgegeben, die von allen Vereinen angenommen werden musste.
Aber es wurde auch weiter gesegelt und 1938 wird Willi Thomas Deutscher Meister der H-Jollen. In den folgenden Jahren erschwert der Krieg das Vereinsleben. Viele Kameraden sind eingezogen, einige vermisst und trotzdem sollen Regatten gesegelt und das Vereinsleben weiter gehen.

 

Und es ist weiter gegangen.

1940

Erstes weibliches Mitglied aufgenommen

Als erste Frau wurde Gertrud Weck in den Verein aufgenommen und ihr folgte 1943 Fräulein Gertrud  Kriesch. Auch das Ansegeln und Absegeln fand 1943 wieder mit Damen statt.1946 werden das Gelände und die Boote des SCS (nur wenige Boote hatten das Kriegsende überstanden) von der britischen Besatzungsmacht beschlagnahmt. Den Mitgliedern, soweit sie überlebt hatten, wurde das Betreten verboten. Versammlungen fanden nicht statt.

1947

Erneute Gründung des SCS

Am 6.7.1947 beschlossen 30 Anwesende die erneute Gründung des Segel-Club Spandau. Als erster Vorsitzender wurde Auqust Edinqloh gewählt. Da keine Genehmigung des alliierten Kontrollrates für den SCS vorliegt, wird der Verein vorläufig als „Segelsparte Oberhavel“ beim Sportamt des Magistrats geführt. Kassenberichte müssen getrennt für den aufgelösten und den neu gegründeten Club aufgestellt werden. Das Barguthaben des alten Clubs in Höhe von 298,86 Mark war nach der Beschlagnahme an Herrn Jahnke ausgezahlt worden, er hat es dem neu gewählten Vorsitzenden des neuen Vereins, Kam. Edingloh übergeben. Im Dezember 1947 wird der SCS für den britischen Sektor von Berlin zugelassen. Das bedeutet, dass er nur Mitglieder haben kann, die im brit. Sektor wohnen. Die übrigen müssen weiter beim Sportamt des Magistrats geführt werden. Mit der Anmeldung des Clubs für alle vier Sektoren soll zweckmäßigerweise gewartet werden, bis die laufenden Bemühungen um eine Zulassung des „Verbandes Groß-Berliner Sportsegler“ Erfolg haben werden.
Die 50er Jahre waren dann sehr ereignisreich. Spandau baute einen Uferwanderweg, der mitten durch das Vereinsgelände verlief und den Verein teilte.

1953

Neuplanung des Clubheims

1953 wurde deshalb mit der Planung und dem Bau eines neuen Cluheims begonnen. Hierfür wurde eine Umlage von 100 DM und eine erhebliche Eigenleistung veranschlagt. 1954 war der Bau zu 80% fertig und die veranschlagten Kosten um 50% überschritten, so dass für Putz eine weitere Umlage von DM 30,– veranschlagt wurde. Im Mai 1954 fand dann die Einweihung des neuen Clubheims mit einem großen Fest mit 230 Gästen statt.
Großbrand im Schuppen
Dann folgte im November des gleichen Jahres die Katastrophe. Es gab einen Großbrand im Schuppen, bei dem die gesamte Clubflotte von 36 Booten völlig vernichtet wurde. Große Anteilnahme der Vereine und weiterer Organisationen folgte und zahlreiche Spenden trafen ein. Darunter eine Piraten-Jolle der Motak-Versicherung für die Jugendabteilung. Durch Gerichtsurteil wird der seinerzeitige Pächter als Schuldiger des Brandes festgestellt. Später erhielt er deswegen 3 Monate Haft wegen grober Fahrlässigkeit.
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